Mittwoch, 31. Juli 2019

Was ist eigentlich ein "Lohnsatz"


Was ist eigentlich ein Lohnsatz?
Entstehung der Lohnsätze
Es gibt im Programm 9 „Lohnsätze“. Sie werden in den Festen Entgeltbestandteilen angezeigt. Nicht jeder Anwender verwendet alle 9 Lohnsätze (die meisten verwenden nur einen oder zwei).
Als Beispiel fließt die Lohnart 102 in alle Lohnsätze LS5-LS8, die Lohnart 23Z aber nur in den LS5.
Der Betrag wird dann durch die regelmäßige Arbeitszeit geteilt, daraus ergibt sich der Faktor. Mit diesem Faktor können dann andere Lohnarten bewertet werden (siehe unten).
Nur Lohnarten, die mit einem Betrag in den Festen Entgeltbestandteilen stehen, können in den Lohnsatz fließen. Ein Gehalt, was in den Variablen hinterlegt wird, fließt also nicht in den Lohnsatz.

Bewertung mit einem Lohnsatz
In den Lohnarten gibt es die Möglichkeit, diese mit einem Lohnsatz zu bewerten. Würde man also im Beispiel von oben die Überstunden mit dem Lohnsatz 5 bewerten, würde man bei einer Stundenzahl von 5 mit einem Faktor x multiplizieren, beim Lohnsatz 6 aber nur mit einem niedrigeren (da hier die 23Z“ in den Faktor nicht mit einfließt).
Die Bewertung erfolgt üblicherweise in den Lohnarten, dort im Reiter „Bewertung“:

Lohnsatz als Basis für den steuerlichen Grundlohn nach EstG 3b
Ein Lohnsatz wird häufig als steuerlicher Grundlohn für die Steuerfreiheitsberechnung der SonnFeiertagsNacht-Zuschläge herangezogen.
In diesen Lohnsatz sollten alle Lohnarten hineinfließen, die zum „steuerlichen Grundlohn“ gehören, also z.B. auch VL-AG-Anteile, Geldwerter Vorteil PKW und andere feste Bezüge, die nicht unbedingt auch in den Faktor für die Bezahlung der SFN-Zuschläge herangezogen werden.


Die Alternative zum Lohnsatz – der Durchschnitt

Statt mit einem Lohnsatz können Lohnarten auch mit Durchschnitten bewertet werden. In diesem Fall würden die betreffenden Lohnarten in einen Durchschnitt eingesteuert werden, der Teiler wäre wieder die Regelarbeitszeit des Mitarbeiters. Das hat Vor- und Nachteile gegenüber dem Lohnsatz:
Vorteil: Es können auch Lohnarten in den Durchschnitt einfließen, die nicht als fester Betrag in den Festen Entgeltbestandteilen hinterlegt sind.
Nachteil: Der Durchschnitt wird nach der Lohnartennummer abgearbeitet. Wenn also beispielsweise die Lohnart 400 in den Durchschnitt fließt, kann sie nicht für die Lohnart 399 als Faktor dienen, da die 399 vor der 400 errechnet wird (das geht beim Lohnsatz).

Dienstag, 30. Juli 2019

Consulting und Klimaschutz

Aufgrund der heutigen Fernwartungsmöglichkeiten (Aufschaltung zum Beispiel durch TeamViewer oder über VPN) sind Vor-Ort-Besuche sehr viel seltener geworden als früher. Mitte der 90er Jahre waren 80.000 km Fahrleistung pro Jahr der Regelfall, das Beratungsgeschäft bedeutete, jeden Tag beim Kunden zu sein, heute hier, morgen dort. Heutzutage bin ich fast nur noch für Ganztagsschulungen und Projekt-Kickoffs unterwegs, eine 2-stündige Kurzschulung geht effektiver über Fernwartung.

Die notwendigen Fahrten versuchen wir durch den Erwerb von Klimazertifikaten (www.atmosfair.de) auszugleichen. Die häufigere Zeit im Home Office bedeutet auch eine bessere Erreichbarkeit für meine Kunden- also WinWin für alle.😉

Freitag, 26. Juli 2019

Beträge mit umgekehrtem Vorzeichen

Manche Systemlohnarten werden positiv ausgegeben, sind aber tatsächlich ein Abzug. Die Summenbildung ist korrekt, aber auf der Verdienstabrechnung erscheint der Betrag positiv statt negativ, was beim Nachrechnen irritieren kann. Hier kann in der Drucksteuerung die Funktion "Andruck mit umgekehrtem Vorzeichen" helfen.

Dienstag, 16. Juli 2019

Zahlstellenverfahren nun auch für Firmen mit unter 30 Mitarbeitern

Bisher konnten sich Unternehmen mit weniger als 30 Betriebsrentnern vom elektronischen Zahlstellenverfahren befreien lassen. Durch das "Gesetz für schnellere Termine und bessere Versorgung" (TSVG) endet diese Ausnahmeregelung. Die betroffenen Firmen werden in der Regel von den Krankenkassen entsprechend informiert.

Dienstag, 4. Juni 2019

Krankenkassenbetrag soll nicht errechnet werden

Wenn bei einzelnen Mitarbeitern (z.B. Werkstudenten) kein Krankenkassenbeitrag errechnet werden soll, ist als Krankenkasse "frei" zu hinterlegen. Die Beitragseinzugskasse (RV/AV) wäre dann auf dem 3. Reiter im entsprechenden Feld zu pflegen.

Donnerstag, 18. April 2019

Sozialversicherungsfreie Sonn-/Feiertags-/Nachtzuschläge

Üblicherweise werden SFN-Zuschläge als laufender Steuer- und SV-rechtlicher Bezug geschlüsselt und mit der zusätzlichen Info versehen, um welche Steuerfreiheit es sich handelt (25 % Nachtzuschlag, 50 % Sonntagszuschlag usw.). Die Abrechnungssoftware kann dann anhand des "steuerlichen Grundlohns" (häufig ein vordefinierter Lohnsatz) die Steuer- und SV-Freiheit ermitteln (die Grenze des Grundlohns von 25,- bzw. 50,- Euro wird beachtet).
In der Vergangenheit wurden solche Lohnarten gern als völlig sv- und steuerfrei definiert, was in der Regel trotzdem zu einer richtigen Abrechnung führte. Allerdings laufen sv-freie Lohnarten nicht ins Unfallversicherungsbrutto und können auch im Bescheinigungswesen nicht als SFN-Zuschläge erkannt werden.
Tipp: Lohnarten grundsätzlich immer nur zum 1. Januar umstellen.

Montag, 1. April 2019

A1-Bescheinigung soll wieder abgeschafft werden

Aktuell ist die A1-Bescheinigung für Dienstreisen ins Ausland noch Pflicht (aktuelles Release und aktuelles Hotfix verwenden!), aber die Abschaffung der unsinnigen Bescheinigung ist von der Europäischen Kommission schon auf den Weg gebracht worden. https://ec.europa.eu/germany/news/20190320-koordinierung-soziale-sicherheit_de

Leider dauert es aber wohl noch ein bisschen mit der Abschaffung - die EU-Kommission wollte es abschaffen, aber die einzelnen Mitgliedsländer konnten sich bisher nicht einigen. https://www.fvw.de/biztravel/news/geschaeftsreisen-eu-rat-einigt-sich-nicht-auf-a1-abschaffung-201015