Dienstag, 23. Januar 2018

Betriebsrentenstärkungsgesetz - Förderung der AG-Aufwendungen für die bAV

Wenn der Arbeitgeber nach § 100 EStG die Förderung der Aufwendungen für die betriebliche Altersversorgung bei Geringverdienern in Anspruch nehmen will, muss für die Erstattung über die Lohnsteueranmeldung der zu erstattende Betrag monatlich ermittelt werden. Wenn die Software diesen Betrag nicht automatisch ermitteln kann, bietet sich der Auswertungsgenerator zur Unterstützung an.

Dazu erstellt man eine Abfrage, sinnvollerweise mit Personen- und Vertragsdaten und der ELAD. In den Kriterien fragt man nach der ZVU (AG-Anteil ZVK) und der BSL (Steuerbrutto laufend). Im Betrag könnte man schon definieren, dass er nicht höher als 2.200,- € sein soll. Es wird der Zuordnungsmonat abgefragt. Aus der ELAD sollte nicht nur die Lohnart und der Betrag (als Summe, da es bei der ZVU eine Kostenstellenaufteilung geben kann), sondern auch (aus der ELAD!) die ZVK abgefragt werden. Die restliche Filterung erfolgt am einfachsten in Excel. Anhand der ZVK-Kennung kann nun manuell entschieden werden, ob es sich tatsächlich um eine Aufstockung (zum Beispiel bei der Evangelischen Zusatzversorgung Darmstadt einfach aufgrund der Erhöhung der AG-Beträge) oder um eine Neuregelung handelt. Da der AG-Betrag nur zwischen 240 und 480 € im Jahr betragen darf, empfiehlt sich hier eine monatliche Filterung auf 1/12, also 20 bis 40 €.

Es ist auf jeden Fall eine inhaltliche Betrachtung erforderlich, da die ermittelten Werte nichts darüber aussagen, ob es sich um ein erstes Dienstverhältnis handelt, um einen zusätzlichen AG-Betrag oder einen neuen usw. (siehe § 100 EStG in der Neufassung von 2017).

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